„Logbuch (Sphinxengaleere)“ heißt das neueste Werk von Alexander Muno. Es wurde während des Young Euro Classic Festivals am 15. August 2009 im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt uraufgeführt. Dazu gratulieren die Schüler und Lehrer der Internationalen Musikschule Berlin dem Komponisten, der bei uns auch Lehrer für Tonsatz und Musiktheorie ist. Das Werk wurde vom Young Euro Classic Festivalensemble unter dem Dirigenten Igor Dronov interpretiert. „Logbuch (Sphinxengaleere)“ ist übrigens schon das zweite Werk, das Alexander Muno im Auftrag des Young Euro Classic Festivals komponiert hat. Vor zwei Jahren hatte das Festival sein Orchesterwerk „La mer en extase sous mes yeux“ zur Uraufführung gebracht.
Alexander Muno selbst würde sein neues Werk am ehesten als eine „Navigation für Kammerensemble“ bezeichnen. Der Klangkörper ist mit Flöte, Klarinette, Trompete, Schlagzeug, Streichquartett und Klavier.besetzt. Grob betrachtet besteht „Logbuch (Sphinxengaleere)“ aus fünf Teilen, die ineinander verschachtelt sind und aufeinander Bezug nehmen. Sie gehen zwar, ohne durch Pausen getrennt zu sein, ineinander über und sind durch Vorschauen als auch Rückblenden rückgebunden in das Ganze. Dennoch hat jeder Teil genug eigenständige Struktur, um als neues Element empfunden zu werden. Inhaltlich hat der Komponist bei seiner Musik nach dem Menschen gefragt, nach seiner Subjektivität und Individualität.
Obwohl „Logbuch (Sphinxengaleere)“ an dem Abend erst vor der Pause eines regelrechten Marathon-Konzerts gespielt wurde, hat es das Publikum mit begeistertem Applaus aufgenommen. Dem Redakteur der „Berliner Zeitung“ erschien Alexander Munos Komposition „aufgeladen von expressiver Ansprache“, während einem Zuhörer im Konzerthaus besonders die „Farbigkeit“ des Werkes gefiel.
Verfasst am 4. September 2009 um 11:04 in Intern
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