Die deutschen Orchester kritisieren neue Reduzierungen im Musikunterricht der Schulen. Die Kultusminister des Länder hatten im Dezember beschlossen, für Lehramtsstudenten die Fächer Kunst, Musik und Bewegung in den Grundschulen zu einem Studienbereich „Ästhetische Bildung“ zusammenzufassen.
Musik, Sport und Kunst würden damit „in einen Topf geworfen“, erklärte Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung, in einer Mitteilung. Damit werde man „keinem dieser Fächer mehr gerecht“.
Auswirkungen befürchtet Mertens auch für die Zukunft der Orchester. Da in den Familien immer weniger gesungen und musiziert werde, seien Kindergärten und Schulen die letzten Bereiche, in denen Kinder noch flächendeckend an Musik herangeführt werden können. Wenn aber dort die Vermittlung von Musik weiter reduziert werde, sorgt sich Mertens, wo „überhaupt noch die Basis für das Opern- und Konzertpublikum der Zukunft herkommen“ solle.
Schon jetzt würde der Musikunterrichts an Grund- und Hauptschulen zu 80 Prozent fachfremd erteilt oder sogar ausfallen. Daher forderte Mertens: „Das Fach Musik muss von den Kultusministern gestärkt werden.“ Andernfalls seien die vielfältigen Bemühungen der Orchester um neues und junges Publikum zum Scheitern verurteilt.
Verfasst am 20. März 2009 um 7:30 in Musikpädagogik
Tags: Kultusminister, Musik, Musikunterricht, Orchester, Orchestervereinigung



