Vorträge über „Musik und Mathematik“

In der Akademie der Wissenschaften geht es am 29.10. um Musik und Mathematik.

Musik und Mathematik, sind das nicht zwei verschiedene Welten? Auf den ersten Blick mag es so erscheinen. Aber jeder, der Musik macht, kennt zumindest den Viervierteltakt und zählt im Sinn „1, 2, 3, 4, 1, 2, 3, 4 …“. Und wer sich etwas genauer mit der Musik beschäftigt, weiß, dass jeder Ton eine bestimmte Frequenz hat, das „A“ zum Beispiel 440 Hz.

Noch genauer kennt sich der Berliner Mathematik-Professor Ehrhard Behrens aus. In seinem Vortrag widmet er sich den Berührungspunkten zwischen Musik und Mathematik. Mit Hilfe von Experimenten wird er zum Beispiel erklären, warum die zwölfte Wurzel aus Zwei eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit Tonleitern spielt, worum es bei der Fourieranalyse geht und inwiefern der Zufall nicht nur in der Musik Mozarts positiv eingesetzt werden kann.

Danach spricht Sebastian Klotz, er ist Professor für Systematische Musikwissenschaft an der Universität Leipzig. Er untersucht das Verhältnis zwischen Mathematik und Musik und wie man dieses beim Komponieren nutzen kann.

Der Komponist und Professor für Komposition Orm Finnendahl untersucht die melodisch-harmonische Architektur der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach und eines seiner eigenen Klavierwerke. Er verdeutlicht mit Hörbeispielen, die musikalische Beziehungen und mathematische Beschreibungsmodelle bei der kompositorischen Arbeit zusammenhängen.

Abschließend wird der renommierte Pianist Benjamin Kobler einige Sätze der „Goldberg-Variationen” von Bach und den 4. Satz der „Versatzstücke” von Orm Finnendahl spielen

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Markgrafenstraße 38. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften im Internet: www.bbaw.de

Verfasst am 30. Oktober 2008 um 10:50 in Veranstaltungstips
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