Wer ein Instrument zu spielen lernt, möchte vielleicht auch einmal in einem Orchester mitspielen. Immerhin wirkt es ja immer ganz harmonisch, wenn bis zu 100 Menschen gemeinsam Musik machen. Aber wie sieht eigentlich der Alltag in so einem Orchester aus?
Um das herauszufinden, haben die Fernsehleute das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart bei Proben und Auftritten beobachtet. Sie waren vor und hinter den Kulissen dabei, zum Beispiel beim Geburtstagskonzert für Papst Benedikt XVI. und bei einem Betriebsauflug mit einer Dampflok. Dabei haben sie das Innenleben eines Orchesters untersucht.
Wie findet man eigentlich als Musiker seinen Platz im Orchester? Immerhin hat jeder einzelne Orchestermusiker eine hervorragende und oftmals harte Ausbildung hinter sich. Ist es nicht frustrierend, wenn man sich dann in eine so große Gruppe einfügen muss? Gibt es eine Rangordnung unter den Musikern, etwa unterteilt nach wichtigen und weniger wichtigen Instrumenten? Und wie ist das Verhältnis der Musiker untereinander? Es gibt ja das Klischee, wonach sich Streicher und Bläser spinnefeind seien. Stimmt das überhaupt?
Nebenbei erläutert der Film auch, wie sich über die Jahrhunderte kleine Kammermusik-Ensembles zu großen Orchestern entwickelt haben.
Vor allem aber kommen die Musiker selbst zu Wort. Da ist vom „König“ die Rede und der Seele des Orchesters, vom “Klebstoff” und von den Ostfriesen – und von Zeiten, in denen Frauen höchstens Harfe spielten … Sie klären aber auch ganz praktische Fragen. Etwa diese: Nicht alle Musiker haben in allen Stücken gleich viel zu tun – was machen die Bläser, die gerade nicht dran sind? Oder: wie kann ein Orchester erfolgreich musizieren, wenn es heute diesen und morgen jenen Dirigenten zum Chef hat?
Freitag, 10. April 2009
12.30 – 13.15 Uhr
ARD
Verfasst am 31. März 2009 um 11:43 in Programmtips
Tags: Musik, Orchester



