Leonard Bernstein war nicht nur einer der bedeutendsten Dirigenten, Komponisten und Pianisten des 20. Jahrhunderts, er war auch ein begnadeter Musiklehrer. Die Fernsehübertragungen seiner „Konzerte für junge Leute“ fanden zwischen 1958 und 1972 viele begeisterte Zuschauer. Im Jahr 1973 hielt Bernstein an der Harvard Universität sechs Vorlesungen der Reihe „Norton Lectures“, die für das Fernsehen aufgezeichnet wurden.
Die „Norton Lectures“ sind benannt nach einem früheren Harvard-Professor für Schöne Künste, Eliot Norton. Die Vorlesungen stehen unter der Überschrift „Poesie im weitesten Sinne“. Sie sind eine Auszeichnung, die vor Bernstein schon Komponisten wie Igor Strawinsky, Paul Hindemith und Aaron Copland erhalten hatten.
Bernstein nannte seine Reihe „The Unanswered Question“ („Die unbeantwortete Frage“), als Hommage an Charles Ives und dessen gleichnamige Komposition. In seinen Vorträgen beschäftigte er sich mit grundlegenden Fragen der Musik unter linguistischen Aspekten. Wie schon bei den „Konzerten für junge Leute“ konnte Bernstein auch die Zuhörer der „Norton Lectures“ mit seiner verbalen Virtuosität und seinen Erläuterungen anhand ausgewählter Musikbeispiele begeistern. Und es gelang ihm, ihr Interesse an Musiktheorie zu wecken.
Der Pay-TV-Sender CLASSICA zeigt in sechs aufeinanderfolgenden Nächten alle Teile der Serie „Norton Lectures“ mit Leonard Bernstein.
Leonard Bernstein: Norton Lectures
Freitag/Samstag, 03./04. April, 03:00 – 04:25 (1) Phonologie der Musik
Samstag/Sonntag, 04./05. April, 00:10 – 01:40 (2) Syntax der Musik
Sonntag/Montag, 05./06. April, 00:05 – 01:35 (3) Semantik der Musik
Montag/Dienstag, 06./07. April, 01:10 – 02:50 (4) Freuden und Gefahren der Doppeldeutigkeit
Dienstag/Mittwoch, 07./08. April, 02:15 – 03:50 (5) Die Krise des 20. Jahrhunderts
Mittwoch/Donnerstag, 08./09. April, 00:50 – 03:00 (6) Poesie der Erde
Verfasst am 2. April 2009 um 6:58 in Programmtips
Tags: Leonard Bernstein, Norton Lectures, The Unanswered Question



